Die richtige Diagnose des Falls der Monate
Dezember 2009/Januar 2010
lautet:
Pneumocystis jiroveci (carinii) Pneumonie (PcP), gesichert durch BAL.
Diagnostik:
Im CT findet sich ein fleckförmiges, mosaikartiges oder, wie hier, ein diffuses Milchglasmuster. Eine relative Betonung der oberen Lungenareale oder auch zentral, perihilär ist typisch. Ferner zeigen sich häufig retikuläre Muster, septale Verdickungen, Bronchiektasen, Bronchioloektasien, Noduli zentrilobulär oder diffus verteilt, selten große Knoten oder Konsolidierungen (1). Das erhebliche Milchglasmuster und die Bronchiektasen lassen dd auch an eine fibrosierende NSIP denken. Die Abnahme nach kaudal ist dafür allerdings genau so atypisch wie für eine ausgeprägte pulmonale Stauung bei Herzinsuffizienz. Eine subakute exogen allergische Alveolitis kann sehr ähnliche Bilder zeigen und gehört daher ebenfalls zu den Differentialdiagnosen. Die definitive Diagnose der PcP erfordert den Nachweis dieses uni-zellulären Organismus, der erst vor wenigen Jahren als Fungus klassifiziert wurde, im Sputum oder in der BAL.
PcP ist die häufigste opportunistische Infektion bei HIV infizierten Patienten. Bei diesen zeigt sie einen mehr schleichenden Beginn der klinischen Symptome, während die PcP bei nicht AIDS immunkompromitierten Patienten, wie hier, meistens abrupt auftritt mit akutem Fieber, Dyspnoe, respiratorischer Insuffizienz - und selten Zysten aufweist (1).
Lit.:
1. Webb,WR, NL Müller, DP Naidich: High Resolution CT of the Lung; pp 436-43, 3rd edition, 2009 Wolters Kluwer / Lippincott Williams & Wilkins
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- Dr. Maria Hahnemann, D - 10827 Berlin
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